Montag, 14. Oktober 2013

[Rezension] Totenblick - Markus Heitz







Inhalt: 

„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden …


Meine Meinung:

Auf diesem Buch steht "Thriller". Ich würde es eher als Kriminalroman beschreiben. Die Sichtweisen wechseln zwischen den Ermittlern, dem Täter und einem anderen Protagonisten namens Ares. Außerdem sind kurze Szenen aus der Sicht der Opfer enthalten. 
Ich fand den Ermittler etwas anstrengend. Er wird permanent als nervös beschrieben, was mich ziemlich gestört hat, da sehr unnötige Sätze vorkamen, die nur mit dem Befinden des Ermittlers zu tun haben. Er hat ADHS und muss täglich eine Pille nehmen. Ich frage mich warum das sein musste und es keinen normalen Ermittler geben konnte. Es wird fast die ganze Zeit nur recherchiert und man kommt keinen Schritt weiter. Der Täter begeht zwar weitere Morde, aber das Buch ist trotzdem sehr langweilig und zieht sich. Leider hatte ich mit mehr Spannung gerechnet und war deshalb ziemlich enttäuscht. Für Krimi Fans, die ausführliche zähe Ermittlungen mögen ist dieses Buch aber zu empfehlen. 

Fazit:

Ein langatmiger Krimi der kaum Spannung enthält und nur etwas für Leute ist, die lange verzwickte Ermittlungen mögen.


* *


Preis: 9,99€ / Erschienen: August 2013 / Verlag: Knaur / Seiten: 519

Donnerstag, 29. August 2013

[Rezension] Tamara Bach - Was vom Sommer übrig ist






Inhalt:
In diesem Sommer stimmt nichts für Louise. Die Eltern sind ihr noch fremder als sowieso schon und die Klassenkameraden auch, vor allem seit der Sache mit Paul. Und ihr eigentlich so guter Plan, den Job beim Ampelbäcker und das Zeitungsaustragen so einzurichten, dass sie die Fahrstunden schnell abhaken kann, scheitert in der Praxis kläglich. Vielleicht hätte sie zumindest ihrer Oma nicht noch versprechen sollen, auf ihren kurzatmigen Hund Bonnie aufzupassen. Und dann ist da Jana, die mitten im Hochsommer auf einem Stromkasten sitzt und einen dieser kleinen, eingeschweißten Schokokuchen isst. Und die Louise auf einmal wie ein Schatten folgt, fast so, als erwarte sie von Louise, dass sie ihr zeigt, wie man lebt.Quelle: Amazon


" Und das Schlimme ist, dass es weitergeht.
Aber das Gute ist, dass es weitergeht. Und dass keine
Geschichte einfach so zu Ende ist.
Dass man immer sagen kann,
und dann
und dann holt man Atem, und es geht weiter.
Denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende."
                               S.126



Meine Meinung: 

Dieses Buch ist zwar nicht sehr dick, aber enthält sehr viel.
Der Schreibstil ist sehr anders. Zu Beginn des Lesens dachte ich, dass ich damit nicht zurecht komme, aber nach einer Weile habe ich mich daran gewöhnt. Das Buch wird aus der Sicht von zwei Jugendlichen Mädchen erzählt, die 13 und 17 Jahre alt sind. Der Erzählstil ist so, wie die beiden Mädchen wahrscheinlich denken. Abgehackt, durcheinander und sehr verwirrend, wie ich fand, aber auch so echt und ungeschönt, dass es die beiden sehr sympathisch macht. Man fühlt sich den Protagonistinnen sehr nah, dadurch, dass man die unmittelbaren Gedankengänge mitbekommt. Leider war es für mich teilweise nicht ganz eindeutig, aus wessen Sicht das Buch gerade geschrieben ist. 
Ich habe die beiden Hauptpersonen sofort gemocht. Beide machen eine ziemlich schwere Phase durch, sowohl in der Familie als auch im Freundeskreis.
Dieses Buch behandelt so viele Themen, und ist überraschenderweise sehr tiefgründig. In diesen verworrenen Worten stecken einfach so viele Wahrheiten und Denkanstöße. 
Es handelt vom Erwachsenwerden, von Einsamkeit, Freundschaft und vom Tod. Von Trauer und von Glück. 
In diesen paar Seiten verbirgt sich eine sehr besondere Geschichte.

Fazit: 

Ein sehr lesenswertes, besonderes und anderes Buch. Der Schreibstil ist zwar etwas kurios aber nach einer Weile doch lesbar. 






Preis: 12,90 € / Erschienen: März 2012 / Verlag: Carlsen / Seiten: 144


Mittwoch, 17. Juli 2013

[Rezension] Rainbow Rowell - Liebe auf den zweiten Klick




Inhalt:

Als er sich bei einem Zeitungsverlag auf die Stelle des Internet-Sicherheitsbeauftragten beworben hat, war Lincoln nicht klar, dass er hinfort die Emails der Angestellten auf arbeitsferne Inhalte durchforsten würde. Noch weniger war er allerdings darauf gefasst, in dem steten, äußerst offenherzigen und absolut arbeitsfernen Mailwechsel zweier Kolleginnen seine Traumfrau kennenzulernen. Nur, wie sagt man einer Frau, dass man sie liebt, wenn man sie a) noch nie gesehen hat und b) ihre intimsten Geheimnisse kennt? Quelle:Amazon

Meinung:

Dieses Buch ist ein leichtes Frauenbuch für zwischendurch.
Lincoln hat durch seinen Beruf Zugriff auf sämtliche Emails, die die beiden Freundinnen Beth und Jennifer sich schicken.
Diese Emails enthalten einige lustige, wie auch traurige Details aus deren Privatleben, wodurch Lincoln das Gefühl bekommt die beiden zu kennen. Besonders Beth beeindruckt ihn durch ihre offene und liebenswürdige Art und er verfolgt den Mailaustausch weiterhin.
Mit der ständigen Frage im Kopf, wie er Beth im richtigen Leben kennenlernen soll ist er in einem großen Gewissenskonflikt, da er schon viel zu viel erfahren hat und gar nicht weiß, wie er Beth, sollte er sie jemals kennenlernen, das ganze erklären soll.
Lincoln kam mir am Anfang des Buches sehr uninteressant und langweilig vor, aber im Laufe des Buches erfährt man, dass er eigentlich sehr aufrichtig und nett ist. Er ist bloß nicht so draufgängerisch und kein Frauenheld.
Die Situation wird für Lincoln noch unangenehmer, als sich herausstellt, dass Beth ihn gesehen hat und ihn toll findet bzw. für ihn schwärmt, denn er weiß ja nicht wie sie aussieht und sie weiß nicht, dass er ihre Emails liest, in denen sie über ihn schreibt. So wird die Geschichte immer verworrener.
Einige Passagen aus Lincolns Sicht waren mir zu langatmig und langweilig, was dem Lesefluss leider geschadet hat.

Fazit:

Insgesamt finde ich die Geschichte unterhaltsam für zwischendurch. Sie ist teilweise langatmig, dafür sind die Charaktere aber gut ausgearbeitet.


Preis: 8,99€ / Erschienen: Oktober 2011 / Verlag: Goldmann / Seiten: 412

Donnerstag, 13. Juni 2013

[Kurz & Knapp] Simone Elkeles - Back to Paradise



Meine Meinung: 

Die Fortsetzung von "Back to Paradise" hat mich nach den ersten 5 Seiten schon wieder genauso gepackt, wie der Vorgänger. 
Es ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Caleb kann sich nicht wirklich entscheiden, was er will und Maggie ist dadurch sehr verunsichert und durcheinander. Die Geschichte ist wie ein Sog, aus dem man nicht mehr entkommt, bis die letzte Seite gelesen ist. 
In diesem Buch erscheinen Charaktere, die sehr echt und individuell dargestellt werden. 
Die Sprache ist teilweise ziemlich vulgär, aber ich finde, das vervollständigt die Charaktere erst und macht sie so real. 


Fazit: 

Die Zeit mit Maggie und Caleb war mir viel zu kurz, weil mich die Geschichte durch die glaubhaften Charaktere und die fesselnde Handlung absolut überzeugen konnte. 



Preis: 8,99€ / Erschienen: Januar 2013 / Verlag: cbt / Seiten: 320 /