Donnerstag, 29. August 2013

[Rezension] Tamara Bach - Was vom Sommer übrig ist






Inhalt:
In diesem Sommer stimmt nichts für Louise. Die Eltern sind ihr noch fremder als sowieso schon und die Klassenkameraden auch, vor allem seit der Sache mit Paul. Und ihr eigentlich so guter Plan, den Job beim Ampelbäcker und das Zeitungsaustragen so einzurichten, dass sie die Fahrstunden schnell abhaken kann, scheitert in der Praxis kläglich. Vielleicht hätte sie zumindest ihrer Oma nicht noch versprechen sollen, auf ihren kurzatmigen Hund Bonnie aufzupassen. Und dann ist da Jana, die mitten im Hochsommer auf einem Stromkasten sitzt und einen dieser kleinen, eingeschweißten Schokokuchen isst. Und die Louise auf einmal wie ein Schatten folgt, fast so, als erwarte sie von Louise, dass sie ihr zeigt, wie man lebt.Quelle: Amazon


" Und das Schlimme ist, dass es weitergeht.
Aber das Gute ist, dass es weitergeht. Und dass keine
Geschichte einfach so zu Ende ist.
Dass man immer sagen kann,
und dann
und dann holt man Atem, und es geht weiter.
Denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende."
                               S.126



Meine Meinung: 

Dieses Buch ist zwar nicht sehr dick, aber enthält sehr viel.
Der Schreibstil ist sehr anders. Zu Beginn des Lesens dachte ich, dass ich damit nicht zurecht komme, aber nach einer Weile habe ich mich daran gewöhnt. Das Buch wird aus der Sicht von zwei Jugendlichen Mädchen erzählt, die 13 und 17 Jahre alt sind. Der Erzählstil ist so, wie die beiden Mädchen wahrscheinlich denken. Abgehackt, durcheinander und sehr verwirrend, wie ich fand, aber auch so echt und ungeschönt, dass es die beiden sehr sympathisch macht. Man fühlt sich den Protagonistinnen sehr nah, dadurch, dass man die unmittelbaren Gedankengänge mitbekommt. Leider war es für mich teilweise nicht ganz eindeutig, aus wessen Sicht das Buch gerade geschrieben ist. 
Ich habe die beiden Hauptpersonen sofort gemocht. Beide machen eine ziemlich schwere Phase durch, sowohl in der Familie als auch im Freundeskreis.
Dieses Buch behandelt so viele Themen, und ist überraschenderweise sehr tiefgründig. In diesen verworrenen Worten stecken einfach so viele Wahrheiten und Denkanstöße. 
Es handelt vom Erwachsenwerden, von Einsamkeit, Freundschaft und vom Tod. Von Trauer und von Glück. 
In diesen paar Seiten verbirgt sich eine sehr besondere Geschichte.

Fazit: 

Ein sehr lesenswertes, besonderes und anderes Buch. Der Schreibstil ist zwar etwas kurios aber nach einer Weile doch lesbar. 






Preis: 12,90 € / Erschienen: März 2012 / Verlag: Carlsen / Seiten: 144